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Mannschaftstour nach Stuttgart zur
Tischtennis-Europameisterschaft.
Am 11.09.2009 war es endlich soweit. Nach über einem
Jahr Warten sind wir mit insgesamt 12 Leuten von den zuerst geplanten 16 nach
Stuttgart gefahren.
Fast wäre es zu einer Katastrophe gekommen, wenn nicht
die Frau unseres Abteilungsleiters noch rechtzeitig unterwegs nach Stuttgart
gefragt hätte, ob er die Eintrittskarten eingepackt hat.
Mit der kleinen Verspätung sind wir dann am Freitag in
Stuttgart angekommen.
Nach einem leckeren aber nicht ganz so reichlichen
Essen haben wir versucht, den Flüssigkeitsmangel, den manche auf der Fahrt
erlitten haben, wieder auszugleichen. Das hat für einige doch sehr lange
gedauert. Bis spät in die Nacht hatte der Durst angehalten.
Am nächsten Morgen ging es erst einmal an das
Frühstücksbuffet. Da gab es nichts zu meckern.
Nach einem Blick aus dem Fenster war klar, was wir als
Nächstes unternehmen würden. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir uns auf,
die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Direkt vor unserer Unterkunft war ein
wunderschöner Park, der dazu einlud, die so viel aufgenommene Flüssigkeit vom
Vorabend wieder auszuschwitzen.
Leider haben uns 30 Sekunden gefehlt und wir hätten
eine kleine Bootstour auf dem Neckar gemacht. Leicht enttäuscht überlegten
wir uns, was wir jetzt unternehmen sollten.
Nach kurzem Überlegen haben wir uns aufgeteilt. Eine
Gruppe hat den größten Zoo Europas besucht, die andere ist mit der Bahn nach
Stuttgart reingefahren und hat die Innenstadt erkundet.
Um 18:00 Uhr hatten wir einen Tisch in der City
vorbestellt, wo wir uns alle dann wieder getroffen haben. Das Ambiente des
Biergartens war ganz hervorragend. Und für uns neu war ein Serviceangebot, das
einige von uns sehr genossen haben. Als es merklich kühler wurde, kam der
Kellner mit warmen Decken und verteilte diese an die frierenden Gäste.
Nach diesem Essen ging es zurück zur unserer Pension.
Da unsere Pension an Samstagen das Restaurant geschlossen hatte, machten wir uns
auf den Weg, noch eine Einkehr für ein Bier zu finden. Die Suche dauerte nicht
sehr lange, denn genau gegenüber brannte noch Licht. Was wir da gesehen haben,
war einfach Klasse. Ein ganz kleines Restaurant mit einem Biergarten, der so
groß war wie eine Terrasse. Die Gemütlichkeit war so einladend, dass wir direkt
Kontakt mit anderen Gästen bekamen. Da diese Gäste aus Stuttgart kamen, haben
wir viel über die Gegend erfahren dürfen. Nach diesem Erlebnis ging es dann
zurück zur Unterkunft, weil am nächsten Tag der Höhepunkt der Reise auf uns
wartete.
Mit bisschen Verspätung, weil die Angestellten
verschlafen hatten, ging es dann ans Frühstücken.
Nach dem Auschecken war es endlich soweit, wir machten
uns auf den Weg zu der „Porsche Arena“ und zur Hans-Martin-Schleyer-Halle“. Als
wir uns dort getroffen hatten, ging es zu den Plätzen. Unser Abteilungsleiter
hatte die besten Plätze, die man als Zuschauer bekommen konnte, im Vorfeld
besorgt. Die Spieler der Deutschen Nationalmannschaft waren zum Teil nur einen
Handschlag von uns entfernt. Noch nie haben wir die Profis so hautnah erleben
dürfen. Taktische Gespräche, die während des Spiels geführt wurden, konnte man
verfolgen. Auch sehr interessant waren die Bemerkungen, die die Funktionäre, die
neben uns gesessen hatten, über die Organisation machten.
Nach der Eröffnungsfeier, die der Minister von Baden
Württemberg, Herr Oettinger, mit einer Rede begann, wurden die Länder
vorgestellt, die an dieser EM teilnahmen.
Danach ging es auch schon los.
Im ersten Gruppenspiel trafen Deutschland mit der
Aufstellung Timo Boll, Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov und Frankreich
aufeinander. Viele Spiele waren eher unspektakulär und so ging das Spiel 4:1
für Deutschland aus. Auf den Nebentischen ging es aber dafür umso interessanter
ab.
Nach diesem Spiel ging es ins Vogue, wo viele Firmen an
Ständen ihre Produkte zum Verkauf anboten. Wir waren alle sehr überrascht, für
wie wenig Geld dort TT Produkte verkauft wurden. Somit haben wir uns mit
Trainingsanzügen, Trikots usw. für die nächsten Jahre eingedeckt.
Zurück ging es in die Halle, wo die deutschen Frauen
ihr erstes Spiel gegen die Niederlande absolvierten. Die Aufstellung der
Deutschen war an diesem Tag an Eins Wu Jiaduo an Zwei Kristin
Silbereisen und an Drei die erst 15 Jahre alte Petrissa Solja. Wir sahen ein
sehr spannendes Spiel, das leider mit 2:3 verloren ging.
Da das Spiel der Damen am längsten gedauert hatte, ging
es direkt nach dem Spiel mit den Herren weiter. Leider trat Dänemark nur
mit einer B-Mannschaft an. Bald war klar, dass dieses Spiel sehr schnell zu Ende
gehen würde. Was uns auch nicht ganz ungelegen kam, weil wir ja noch den langen
Weg nach Hause bewältigen mussten. Ein paar wunderschöne Ballwechsel haben
wir aber dennoch gesehen.
Mit den letzten Eindrücken der EM ging es dann zurück
nach Hause.
Alle Beteiligten waren von diesem Wochenende sehr
begeistert und die Planung für die nächste Tour wird nicht lange auf sich warten
lassen.
Markus Anhalt
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